FDP fordert Corona-Soforthilfe für Ibbenbürener Sportvereine

Fraktion hat einen Antrag auf den Weg gebracht


Das Training verboten, der Spielbetrieb eingestellt, alle Kurse abgesagt – die Sportvereine trifft der Corona-Herbst-Lockdown hart. Nicht zuletzt, weil durch die ausgefallenen Veranstaltungen zahlreiche Einnahmen wegfallen. Die FDP-Fraktion im Stadtrat will den Ibbenbürener Vereinen jetzt helfen. Wir haben ihren Vorsitzenden Hans-Jürgen Streich dazu befragt.


Am Donnerstag wurde ein Antrag auf den Weg gebracht, in dem die FDP für alle Sportvereine, die Mitglied im Stadtsportverband Ibbenbüren sind, eine Soforthilfe der Stadt fordert.

In der Begründung heißt es: „Durch die 2. Welle der Corona-Pandemie werden die Sportvereine in unserer Stadt im Kern getroffen. Daher ist es sehr wichtig für das weitere sportliche Miteinander in unserer Stadt, den Vereinen jetzt zu helfen und weiter ihre Existenz zu sichern. In den Vereinen sind seit März viele Sportveranstaltungen, Begegnungen und Angebote ausgefallen. Diese fehlenden Einnahmen werden aber benötigt, um die laufenden Kosten aufzufangen. Die Sportstadt Ibbenbüren muss aus unserer Sicht hier ein Zeichen setzen. Gerade in diesen Wochen und Monaten ist die Gesundheit ein hohes Gut, das es zu fördern gilt. Und hier sind unsere Sportvereine sehr gut aufgestellt und so sollte es auch in Zukunft bleiben.“

Hans-Jürgen Streich

FDP-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Streich, lange Jahre Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV), sagte gegenüber unserer Redaktion, dass die zweite Welle vor allem für die Kinder und Jugendlichen zum Problem werde. Er könne nicht beurteilen, ob die Vereine dieses Klientel am Ende tatsächlich verlören, „die Gefahr, dass sie sich umorientieren, ist aber da“. Auch sehe er die Möglichkeit, dass Eltern die Mitgliedsbeiträge nicht mehr zahlen könnten. „Es ist schwer abzuschätzen, wie die Vereine da durchkommen.“ In jedem Falle wolle seine Faktion aber verhindern, dass die Ibbenbürener Vereine aus dem Stadtsportverband größere Probleme bekämen.


„Ibbenbüren muss aus unserer Sicht hier ein Zeichen setzen.“


Frühzeitig entgegenwirken


Deshalb gelte es, dem frühzeitig entgegenzuwirken, so Streich weiter. Man müsse jetzt versuchen, Konzepte zu entwickeln, die Vereine durch diese Zeit zu bringen, zum Beispiel mit Mitteln aus der Sportpauschale. „Wir müssen erfinderisch sein und zusammen mit Rat und Stadtsportverband Möglichkeiten finden, wie man den Vereinen helfen kann“, so Hans-Jürgen Streich weiter.

Als einen möglichen Schlüssel zur Verteilung von finanziellen Mitteln nennt Streich die Mitgliederzahlen der Vereine im Stadtsportverband, und zwar die, „die an den Landessportbund gemeldet worden sind“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende. Und er will aufs Tempo drücken. „Wir hoffen, dass wir das noch vor Weihnachten hinbekommen“, sagt Streich. „Die Vereine brauchen Planungssicherheit.“

Quelle: Henning Meyer-Veer, Ibbenbürener Volkszeitung

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